Sophie arbeitet als Hutmacherin im Geschäft ihres verstorbenen Vaters. Als die 18-Jährige sich in den jungen Zauberer Howl verliebt, wird sie von einer eifersüchtigen Hexe mit einem Fluch belegt, der sie in eine alte Frau verwandelt. Sophie muss sich im gebrechlichen Körper einer 90-Jährigen zurechtfinden. Doch sie fügt sich in ihr Schicksal und nimmt auf Howls wandelndem Schloss eine Stelle als Putzfrau an. Feuerdämon Calcifer, der das Haus bewacht, und Howls Zauberlehrling Markl werden bald ihre Freunde. Nur Howl, der einen mörderischen Krieg abzuwenden versucht und dabei seine magischen Kräfte mehr und mehr verliert, schenkt ihr kaum Beachtung. Erst als Sophie sein Geheimnis erkennt, weiß sie, wie sie Howls Seele retten und auch den auf ihr liegenden Fluch besiegen kann.
"Das wandelnde Schloss" ist ein fantasievolles, spannendes Zeichentrick-Abenteuer aus der Werkstatt des japanischen Anime-Meisters und Oscar-Preisträgers Hayao Miyazaki ("Chihiros Reise ins Zauberland"). Durch die spielerische Mischung eines europäischen Kleinstadt-Idylls (für das die elsässische Stadt Colmar Modell stand) mit einer von Jules Verne geprägten Dampfmaschinen-Science-Fiction-Welt erzeugt dieses für Kinder und Erwachsene geeignete Techno-Märchen eine ganz eigene Atmosphäre.
Die anrührende Geschichte mit ihren originellen Charakteren basiert auf dem Roman "Sophie im Schloss des Zauberers" aus der Feder der britischen Schriftstellerin Diana Wynne Jones.
Neben der Oscarnominierung als bester Animationsfilm des Jahres gewann Regisseur Hayao Miyazaki den "Hollywood Film Award" auf dem Filmfestival von Hollywood, den Preis der Kritiker von New York und Los Angeles und den Publikumspreis auf dem Internationalen Katalonischen Filmfestival. In Venedig wurde dieses animierte Meisterwerk für den "Goldenen Löwen" nominiert.
"Ein im Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts angesiedeltes Anime voller faszinierender überbordender Bildeinfälle, das vor der Bedrohung der menschlichen Zivilisation durch Technik und Krieg warnt und ein Hohelied auf die Macht der Liebe anstimmt. Bei aller Zuversicht behält am Ende ein eher skeptischer Grundton die Oberhand" (LIF).
"Mit seinem Film 'Das wandelnde Schloss' erweist sich Hayao Miyazaki einmal mehr als einer der großen Märchenerzähler unserer Tage, als ein Regisseur mit visueller und emotionaler Fantasie, die ihresgleichen sucht. (...) Diese oberflächlich gesehen naive Handlung vermischt sich mit Poesie und Geheimnis, Technik und Gewalt zu einem wilden Patchwork aus europäischer Kulturgeschichte und asiatischer Erfahrung. Das Ergebnis ist eine Fabel für Kinder und Erwachsene, zutiefst humanistisch, lustvoll und mit überbordenden Einfällen erzählt. (...) Dabei ist Miyazaki universell und doch unverwechselbar japanisch: In seiner kaleidoskopischen Erzählweise, in seiner Vorliebe für 'starke' Frauen, im Bestreben, einen modernen Mythos zu erzählen, schließlich auch in ihrem Ende, das eine friedliche Harmonie der Gegensätze herstellt, die keinesfalls zuckersüße Versöhnung bedeutet, die zwar auch sentimental ist, aber offener und viel melancholischer, als jedes schlichte Happy End westlicher Filme" (Philip Nathusius).